Direkt zum Inhalt

Das neue Schulprofil des Kopernikus-Gymnasiums

Posted in
DruckversionPer E-Mail sendenPDF-Version

Konzept zur Weiterentwicklung des Schulprofils
am Kopernikus-Gymnasium

Die Gesamtkonferenz des Kopernikus-Gymnasiums hat am 07.11.2017 eine Neuausrichtung des Schulprofils beschlossen. Basierend auf drei Profilklassentypen (Sprache, Mathematik & Naturwissenschaften, Gesellschaftswissenschaften & Wirtschaft) in den Jahrgangsstufen 7 bis 10 wird eine BNE-Zertifizierung (BNE: Bildung zur nachhaltigen Entwicklung) angestrebt; zugleich soll die Medienbildung sowie das soziale Lernen stärker in den (Fach-)Unterricht integriert werden.

Die drei Säulen sollen durch Projektarbeit fach- und themenbezogen jahrgangsabhängig und jahrgangsübergreifend ergänzt werden. Anleitphasen werden den Schülerinnen und Schülern den Übergang aus der GOS in die Sekundarstufe I sowie aus der Sekundarstufe I in die MSS erleichtern. Eine Anleitphase aus der Grundschule in die GOS wird bereits seit Jahren umgesetzt. Ab der 9. Klasse wird zudem bereits eine umfassende Berufsinformation und -vorbereitung in Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern durchgeführt.

Übergeordnetes Ziel der Neuausrichtung des Kopernikus-Gymnasiums ist eine ständige Weiterentwicklung und Anpassung der Schule und des Unterrichts an die veränderten und sich weiter wandelnden Bedürfnisse und Ansprüche der Schülerinnen und Schüler, Eltern, Hochschulen sowie zukünftigen Arbeitgeber: Schule als ein Lebensraum, der dem einzelnen Schüler gerecht wird. 

Auf Basis der bisherigen Planung, in die neben dem Kollegium natürlich auch die Elternvertretung und die Schülervertretung einbezogen sind, wird am 10. Januar 2018 im Rahmen eines Studientags in Arbeitsgruppen und Fachkonferenzen die Detailplanung begonnen. Ziel ist nach Rücksprache mit der ADD in Koblenz und dem Ministerium die Einführung des neuen Schulprofils zum Schuljahr 2019/20, so dass die verschiedenen Arbeitsgruppen sich konzentriert den vielfältigen Aufgaben widmen können. Eine permanente Evaluation des Profils wird die Einrichtung begleiten. 

Die Rhein-Zeitung berichtete in ihrer Ausgabe vom 08.12.2018 über unser Vorhaben. Der Artikel kann hier und hier nachgelesen werden. Genauere Informationen möchten wir aber an dieser Stelle bereits zur Verfügung stellen, um das Konzept näher zu erläutern:

Die schulinterne Erarbeitung eines zukunftsfähigen und schülergerechten Schulprofils hat die Aufgabe, den Anforderungen moderner Didaktik und Methodik, welche dem Kollegium u.a. durch die Einflüsse der Referendarausbildung am Studienseminar Altenkirchen durch Praktikantenbetreuung von Studenten der Universitäten Koblenz/Landau, Siegen, Bonn und Köln, durch die Zusammenarbeit mit IHK und Arbeitsagentur oder durch Fortbildungen präsent ist, auf Basis eines fachlich hochwertigen Unterrichts gerecht werden.

Inhalte, Kompetenzen und Werte, die über eine Unterrichtsvermittlung hinausgehen, sollen ausreichend Platz im Schulalltag finden, ob durch Projektarbeit, Exkursionen oder Arbeitsgemeinschaften. Die Neuausrichtung des Schulprofils umfasst diese Teilbereiche:

Anleitphasen     

In den ersten Monaten der Klassen 5, 7 und 11 in den Unterricht integrierte Anleitphasen bieten eine notwendige Unterstützung aller Schüler bei den Übergängen von der Grundschule bzw. der Gemeinsamen Orientierungsstufe in die Sekundarstufe I bzw. aus der Sekundarstufe I in die Oberstufe, indem Grundlagen und Themenfelder der vorhergehenden Jahrgangsstufen gemeinsam gezielt wiederholt und mit neuen Unterrichtsinhalten und Themenfeldern vernetzt werden, wodurch zugleich der Notendruck gemindert wird.

 

 Profilklassen   

Das Hauptziel der Profilklassen ist eine individuelle Förderung des einzelnen Kindes – aus der GOS kommend bis in die Oberstufe hinein –, indem die Interessen und Stärken jedes Schülers in den Blick genommen und gezielt gefördert werden, wobei zugleich die solide Ausbildung in allen Fächern gewährleistet wird.

Die Profilklassen ermöglichen interessensgeleitetes Lernen, also mehr Freude und Engagement bei der Bewältigung des Lernstoffs, basierend auf einer verstärkten angeleiteten und unterstützten Projekt- und Teamarbeit, besonders in den Neigungsfächern.

Die Profilklassen stellen das Grundgerüst des Profils dar, in sie werden so weit wie möglich alle Aspekte von Bildung für nachhaltige Entwicklung, die Anleitphase in Jahrgangsstufe 7, die Berufsvorbereitung sowie das mediale und soziale Lernen integriert.

 

Medienbildung und soziales Lernen

Unsere Schülerinnen und Schüler leben in einer hochtechnisierten und in weiten Teilen digitalisierten Welt, der von Kindern aufgrund ihres Alters kaum erfasst werden kann. Die Einbindung medialen und sozialen Lernens in Unterrichtskonzepte und die Durchführung von Projektarbeit unterstützt Kinder und Jugendliche auf dem Weg zu einem sicheren Umgang mit allen Medienformen.

Soziales und mediales Lernen bedeutet auch Wertevermittlung und Präventionsarbeit, um Kinder stark gegen Drogen zu machen und Mobbing nicht entstehen zu lassen, mit Hilfe von Teamarbeit, z.B. durch Erlebnispädagogik, wird Selbstbewusstsein gestärkt.

Besonders wichtig sind in diesem Zusammenhang die spezifische Förderung von Jungen und Mädchen sowie Fördermaßnahmen bei Teilleistungsstörungen und Begabungen. 

 

Berufsvorbereitung und -information

Beginnend in Klasse 9 und verstärkt ab Klasse 11 führt eine intensive Zusammenarbeit mit der IHK und der Arbeitsagentur sowie eine individuelle Laufbahnberatung zu der Herausbildung von Berufszielen und -möglichkeiten. Berufsinformationstage mit zahlreichen Referenten für die Jahrgangsstufen 9 bis 13, Bewerbungstrainings sowie ein zweiwöchiges Berufspraktikum unterstützen die Schülerinnen und Schüler bereits heute individuell auf ihrem Weg in einen Beruf.

 

BNE-Zertifizierung     

Das Kopernikus-Gymnasium sieht sich als eine Schule, die in Zusammenarbeit mit Eltern und externen Experten ihren Schülerinnen und Schülern aufzeigen möchte, wie Bildung sie als Mensch zu zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigt: Wie beeinflussen meine Entscheidungen Menschen nachfolgender Generationen oder in anderen Erdteilen? Welche Auswirkungen hat es, wie ich konsumiere, welche Fortbewegungsmittel ich nutze oder welche und wie viel Energie ich verbrauche? Welche globalen Mechanismen führen zu Konflikten, Terror und Flucht? 

Indem wir Wert auf Bildung für nachhaltige Entwicklung legen, möchten wir es jedem Einzelnen ermöglichen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Mit Übernahme der Kriterien des BNE-Zertifikates (http://www.bne-portal.de/de/bildungsbereiche/schule) wird Fach- und fachübergreifender Unterricht gestaltet, aber auch in hohem Maße außerunterrichtlich gearbeitet.

Die zahlreichen und vielfältigen Aspekte, die Bildung für nachhaltige Entwicklung ausmachen, bilden somit das Dach der unterrichtlichen, außerunterrichtlichen und außerschulischen Themen, Projekte, Exkursionen und Veranstaltungen.