
Seit wenigen Wochen gibt es an unserer Schule einen videoüberwachten Nistkasten für Vögel. In diesem Höhlenbrüterkasten sollen im Frühjahr Kohlmeisen brüten. Bereits jetzt nutzen die Tiere den Kasten als Überwinterungsquartier in der kalten Jahreszeit. Das Besondere: Der Nistkasten liefert rund um die Uhr Bilder aus dem Inneren...
Die Technik: Eine Infrarot-Tag-Nacht Kamera versorgt den Betrachter mit lückenlosen Bildern aus dem Nistkasten. Eine Überwachungssoftware archiviert über eine Bewegungserkennung jegliche Bewegungen der Vögel. Bei besonders günstigen Lichtverhältnissen sind sogar Bilder in Farbe möglich, um beispielsweise unterschiede im Gefieder, die auf das Geschlecht der Tiere schließen lassen, zu erkennen.
Die Möglichkeiten: Einsatzmöglichkeiten für den Unterricht gibt es in vielen Bereichen. In der Sekundarstufe I können die Schülerinnen und Schüler die naturwissenschaftlichen Arbeitsweisen des Beobachtens und Vergleichens üben oder einfach nur eine emotionale Beziehung zu den Jungtieren aufbauen. In der Oberstufe bietet das Projekt die Möglichkeit das Datenmaterial zu anaylsieren und mathematisch auszuwerten. Mögliche Fragestellungen sind das tägliche Anflugverhalten der Kohlmeisen in Abhängigkeit zum Sonnenstand oder das Schlafverhalten in Abhängigkeit von der Temperatur. Somit kann der Bereich der Verhaltensbiologie, der derzeit nicht explizit unterricht wird, wieder in den Unterricht integriert werden.
Hier sehen Sie Bilder zur technischen Umsetzung des Kohlmeisenprojekts: