Ausstellung zur jüdischen Familie Seligmann an unserer Schule

In den vergangenen zwei Wochen war an unserer Schule eine Ausstellung zur jüdischen Familie Seligmann zu sehen. Sie beschäftigte sich mit dem Schicksal der Familie und insbesondere mit Artur Seligmann, der Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung wurde. Vor dem Haupteingang unserer Schule erinnert ein Stolperstein an ihn und macht die Geschichte im Schulalltag sichtbar.

Zur Eröffnung der Ausstellung hielt Herr Horstmann, Schulreferent der Kirchenkreise Altenkirchen, eine kurze Rede, in der er die historische Bedeutung der Ausstellung und die Verantwortung heutiger Generationen für eine lebendige Erinnerungskultur hervorhob. Im Anschluss daran betonte unsere Schülersprecherin Hiba Al Kassou in ihrem Beitrag die Wichtigkeit des Erinnerns an individuelle Schicksale. Sie machte deutlich, dass das Bewusstsein für diese Geschichten nicht nur Wissen über die Vergangenheit vermittelt, sondern auch dazu anregen soll, das eigene Denken und Handeln kritisch zu reflektieren.

Die Ausstellung wurde auf Initiative der Schülervertretung (SV) an die Schule geholt. Während der Ausstellungszeit besuchten Klassen aus nahezu allen Jahrgangsstufen – von Klasse 5 bis zur Jahrgangsstufe 13 – die Ausstellung im Unterrichtskontext. Viele Schülerinnen und Schüler setzten sich dabei intensiv mit den dargestellten Lebenswegen auseinander und kamen über Themen wie Ausgrenzung, Verantwortung und Zivilcourage ins Gespräch.

Im Zusammenhang mit der Ausstellung wurde außerdem der Stolperstein von Artur Seligmann vor unserer Schule gereinigt. Diese symbolische Handlung unterstrich die Bedeutung des Erinnerns im Alltag und machte deutlich, dass Gedenken nicht abstrakt bleibt, sondern konkrete Aufmerksamkeit und Engagement erfordert.

Die große Resonanz und das Interesse der Schulgemeinschaft zeigen, wie wichtig solche Projekte für die historische Bildung und die Wertevermittlung an unserer Schule sind. Die Ausstellung zur Familie Seligmann hat dazu beigetragen, Geschichte greifbar zu machen und das Bewusstsein dafür zu stärken, dass Erinnern eine Aufgabe ist, die auch heute noch Verantwortung mit sich bringt.

 



Eingestellt von: Teresa Glöckner | Stand: 09.02.2026