Friday for Future?! - Dr. Markus Phlippen, die Jgst. 8 und der Klimaschutz

Wissenschaftler Dr. Markus Phlippen, bekannt als WDR-Moderator zahlreicher TV-Ratgeber, besuchtdas Kopernikus-Gymnasium und begeistertSchüler für den Klimaschutz.

Vor dem Hintergrund der gerade stattfindenden „Fridays for Future“ Schülerproteste, die für einen verantwortungsvolleren Umgang unserer Umweltstehenerlebten die Schüler des Kopernikus-Gymnasium am letzten Freitag ihren ganz besonderen „Friday for Future“. Umwelt-Pädagoge Dr. Markus Phlippen von der Deutschen Umwelt Aktion e.V. folgte der Einladung ans Gymnasium und ging mit den Klassen 8 a, b und c den Fragen unserer Energienutzung nach. Wie wurde Energie vor 300 Jahren umgewandelt? Welche Folgen hat unsere Energienutzung heute? Warum nutzen wir noch immer umweltschädliche Energieformen?

An einer echten Dampfmaschine im Miniaturformat wurde den Schülern eindrucksvoll verdeutlicht, wie Energie früher und heute umgewandelt wurde. Dass bei Umwandlungen auch Nebenprodukte entstehen können, die uns und unserer Umwelt schaden, wurde den Schülern spätestens dann bewusst, als die Brennelemente aus der Dampfmaschine so stark qualmten, dass sie auf die Fensterbank nach draußen gestellt werden mussten

Mit Satellitenfotos, auf denen das Schmelzen des Polareis in Jahresschritten nachvollzogen werden konnte, wurden weitere Negativfolgen erörtert und mit den Schülern diskutiert.

Dass Energie auch ohne Kohlenstoffdioxid umgewandelt werden kann, veranschaulichte ein Modell eines Wasserkraftwerks aus einem Cosmos-Baukasten. Mit Wasserdruck wird elektrische Energie generiert, so dass eine angeschlossene Lampe anfängt zu leuchten. Aber auch diese Technologie kann Folgen für die Umwelt haben, z.B.wenn dafür ganze Täler mit Wasser aufgestaut werden müssen. Bilder des Drei-Schluchten-Stausees in China zeigen die gravierenden Auswirkungen für das umliegende Ökosystem.

Zum Schluss wurde der Blick nach vorne gerichtet: Es wurden Ideen für regenerative Energien gezeigt, die den Schülern bislang gänzlich unbekannt waren. Zudem haben bei den Schülern schon erste Umdenkprozesse begonnen, wie jeder einzelne seinen Betrag für eine bessere Öko-Bilanz leisten kann.

Mit diesem Projekt handeln die Schüler ganz im Sinne der 16jährigen Umweltaktivistin Greta Thunberg, die nicht nur den Anstoß der Fridays for Future“-Proteste gab, sondern kürzlich auch für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen wurde.