"Achtung Auto!" - Verkehrserziehung für die 5. Klassen

Gerade Kinder sind bei einem Unfall als Fußgänger oder Radfahrer als ungeschützte Verkehrsteilnehmer überdurchschnittlich stark gefährdet. 

Am 2. und 3. April fand daher im Rahmen der Verkehrserziehung wieder die Aktion „Achtung Auto“ statt, die sich an die Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen richtet. Die Aktion wird am Kopernikus-Gymnasium jährlich vom ADAC durchgeführt und von der Firma Michelin unterstützt.

Moderiert wurde die Veranstaltung diesmal von Herrn Schmidt vom ADAC Mittelrhein, der es verstand, den Schülerinnen und Schülern anschaulich und handlungsorientiert den Zusammenhang zwischen Anhalteweg, Reaktionszeit und Bremsweg nahezubringen. Anhand praktischer Übungen – quasi durch „learning by doing“ – verdeutlichte er ihnen insbesondere den Einfluss von Geschwindigkeit und verschiedenen Fahrbahnzuständen auf den Anhalteweg, denn genau dieser wird im Alltag sowohl von Fußgängern als auch von Fahrzeugführern oft unterschätzt, was regelmäßig zu schweren Unfällen führt.

Ein wichtiges Ziel der zweistündigen Veranstaltung war es daher, kritische Situationen im alltäglichen Straßenverkehr zu verdeutlichen und die Schülerinnen und Schüler in die Lage zu versetzen, Unfallgefahren besser zu erkennen und durch vorausschauendes Handeln richtig zu reagieren.

Dazu gehörte auch – oder besonders – die Sensibilisierung der Kinder in Hinblick auf die Ablenkung durch digitale Medien. Denn auch aus dem Straßenverkehr sind moderne Kommunikationsmittel wie das Smartphone nicht mehr wegzudenken. Dabei birgt die Abwendung vom Straßenverkehr und die dadurch bedingte verspätete Wahrnehmung von Gefahren gerade für Fußgänger ein hohes Risiko. 

Das „Highlight“ der Veranstaltung war schließlich die Vollbremsung als Mitfahrer im ADAC-Aktionsauto aus erst einmal harmlos erscheinenden 30 km/h. Von der Wucht dieser Bremsung durchaus beeindruckt lernten die Kinder hier einerseits die lebensrettende Bedeutung der ordnungsgemäßen Sicherung (Stichwort „richtiges Anschnallen“) im Fahrzeug kennen, andererseits erfuhren sie das Gelernte jetzt auch aus der Perspektive des Autofahrers, was noch einmal zu einem sehr eindringlichen Aha-Erlebnis führte.