Vorlesewettbewerb am Kopernikus-Gymnasium

„Denn das da unten waren zwar richtige derbe brauen Jungen, von dem krausen Haar bis zu den Hüften – doch von den Hüften abwärts hatten sie zottiges Fell und zierliche Bocksbeine.“ 
las Holly laut vor und die junge Zuhörerschaft konnte sie vor sich sehen: die griechische Insel, auf der sich unbekannte mythische Wesen tummeln. 

    

Es war der 6. Dezember, der Tag des Vorlesewettbewerbs am Kopernikus-Gymnasium in Wissen. Koordiniert wurde dieser in diesem Jahr von den Deutschlehrerinnen Frau Dennemärker und Frau Wilhelmi. Wie in jedem Jahr wird dieser Wettbewerb, ausgerichtet von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, bundesweit an allen Schulen für die Jahrgangsstufe 6 veranstaltet. Zunächst ermitteln die einzelnen Klassen einen Klassensieger, danach den Schulsieger, der sich dem Wettbewerb auf Kreisebene stellt. 

Schülerinnen und Schüler aus der Jahrgangsstufe 6 des Gymnasiums hörten aufmerksam zu, wie die Klassensieger ihre Bücher präsentierten und eine von ihnen vorbereitete Textstelle vortrugen.

Die Auswahl der Bücher deckte ein breites Spektrum ab: Holly Koch, Klasse 6a, hatte sich für „Delfinensommer“ von Katherine Allfrey entschieden, die Geschichte einer Freundschaft zwischen einem Mädchen und einem sprechenden Delfin, mit dessen Hilfe sie in die Welt der griechischen Mythologie eintaucht.Melina Kemmet, Klasse 6d, stellte „Die verbotene Pforte“ von Nina Blazon vor, eine philosophische Fabel im Gewand eines Abenteuerromans. Hannah Wall, Klasse 6b, entführte mit „Die Parkerzwillinge – Die Höhle des Inkakönigs“ von Jaenette Windle nach Südamerika in die gefährliche Welt der Schmuggler, denen eine Gruppe von Geschwistern auf der Spur ist. Schließlich holte Sophia Schmidt, Klasse 6c, die Zuhörer mit „Mein Lotta Leben“ von Alice Pantermüller und Daniela Kohl, einer liebevoll chaotischen Adventsgeschichte, geschrieben aus der Sicht eines optimistischen Teenagers, in die Gegenwart zurück. Die jungen Vorleserinnen trugen ihre Texte flüssig und mit großer Empathie für die Figuren vor. 

Es folgte ein zweiter Vorlesedurchgang, bei dem eine Textstelle aus einem zuvor nicht bekannten Buch unvorbereitet vorgelesen werden musste. In diesem Jahr war die Geschichte „Die Schildbürger“, in der für jugendliche geschriebenen Fassung von Erich Kästner, ausgewählt worden. Die Entscheidung fiel der Jury, bestehend aus drei Lehrkräften und der Schulsiegerin des letztes Jahres, Leni Wisiorek, Klasse 7b, nicht leicht. 

Schließlich wurde Holly Koch der Titel der Schulsiegerin zugesprochen, was mit großem Beifall aufgenommen wurde. Die Jury hob die beeindruckende Leistung auch der anderen Teilnehmerinnen hervor und wünschte der aktuellen Siegerin viel Erfolg beim Kreiswettbewerb im nächsten Jahr. Dort wird Holly ihre Schule mit einer Textstelle aus einem anderen Buch vertreten.